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Ein Tenniswochenende für die Geschichtsbücher

03.​09.​2026

Was für ein Wochenende auf der Tennisanlage des TC Wusterhausen! Das 48. Wusterhausener Tennisturnier am 29. und 30. August 2026 wird in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben. Noch nie zuvor war das traditionsreiche Turnier so groß, noch nie wurden an einem Wochenende so viele Matches ausgetragen und wohl selten zuvor war insbesondere die Spitze des Teilnehmerfeldes derart stark besetzt.

Mehr als 45 Einzelspieler und acht Doppelpaarungen sorgten für eine Rekordbeteiligung und zwei Tage nahezu pausenlosen Tennissport. Am Samstag flogen die ersten Bälle bereits um 8:30 Uhr über die Netze, erst gegen 20:30 Uhrkehrte langsam Ruhe auf der Anlage ein. Am Sonntag ging es erneut um 8:30 Uhr los – und tatsächlich fiel der allerletzte Matchball des gesamten Turniers erst gegen 19 Uhr. So lange wurde beim Wusterhausener Tennisturnier noch nie gespielt.

Und auch die Zuschauer spielten an diesem Wochenende eine große Rolle. Über beide Tage hinweg herrschte auf der Anlage eine wunderbare, lebendige Atmosphäre. Auf den Plätzen wurde um jeden Punkt gekämpft, daneben wurde gefachsimpelt, mitgefiebert und gemeinsam ein außergewöhnliches Tenniswochenende genossen.

Herren A: Starkes Niveau und Florian Borchert setzt sich durch

Besonders hochklassig präsentierte sich in diesem Jahr die Herren-A-Konkurrenz für Spieler bis LK 12. Mit mehreren Spielern im Bereich um LK 5 bis 7 war das Feld in der Spitze außergewöhnlich stark besetzt und bot den Zuschauern zahlreiche sehenswerte Begegnungen.

Der Wusterhausener Robert Dicke bekam es gleich zum Auftakt mit Tano Kling vom TC Grün-Gold Wilhelmshorst zu tun. Dicke hielt gut dagegen, musste sich dem späteren Finalisten jedoch mit 4:6, 3:6 geschlagen geben.

Kling entwickelte sich anschließend zu einem der prägenden Spieler der Konkurrenz. Im Halbfinale traf er auf Cornelius Pohl. Es wurde das vielleicht dramatischste Match des Herren-A-Feldes: Kling gewann den ersten Satz mit 7:6, Pohl schlug mit 7:5 zurück, ehe der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort behielt Kling mit 10:7 die Oberhand und zog ins Finale ein.

In der unteren Hälfte spielte sich Florian Borchert vom SCC Berlin souverän durch das Tableau. Nach seinem Viertelfinalerfolg über Victor Mateff setzte er sich im Halbfinale mit 6:2, 6:2 gegen Tom Bochinger durch.

So kam es zum hochklassigen Endspiel zwischen Borchert und Kling. Der erste Satz hielt, was die Paarung versprach, und musste im Tiebreak entschieden werden. Borchert setzte sich schließlich mit 7:6, 6:1 durch und krönte sich zum Sieger der Herren A.

Platz drei ging an Tom Bochinger, der Cornelius Pohl mit 6:1, 6:1 bezwang.

Herren B: Nils Bohnsack holt den Titel nach Wusterhausen

Aus Wusterhausener Sicht lieferte vor allem die Herren-B-Konkurrenz eine ganz besondere Geschichte. Denn am Ende blieb der Siegerpokal tatsächlich beim Gastgeber: Nils Bohnsack vom TC Wusterhausen gewann die Herren B.

Dabei war auch dieses Feld mit zahlreichen Spielern aus verschiedenen Vereinen der Region stark besetzt. Mehrere Wusterhausener gingen an den Start. Luca Bilgic erwischte mit Vincent Foix-Cablé einen schwierigen Auftaktgegner und unterlag mit 0:6, 1:6. Elias Linke musste sich Felix Bessert mit 1:6, 0:6 geschlagen geben.

Für Cayden Birkenheier verlief das Turnier dagegen zunächst erfolgreich. Gegen seinen Vereinskameraden Emilian Golde gewann er mit 6:3, 7:6 und erreichte damit die nächste Runde. Dort wartete mit Silvio Peters allerdings ein Spieler, der an diesem Wochenende noch eine wichtige Rolle spielen sollte. Peters gewann 6:2, 6:0 und marschierte anschließend weiter bis ins Finale.

Auf der anderen Tableauhälfte begann der Weg von Nils Bohnsack. Gegen Stephan Keil lag Bohnsack mit 6:1 vorne, ehe sein Gegner aufgeben musste. Anschließend arbeitete sich der Wusterhausener immer weiter durch das Feld. Im Halbfinale zeigte er gegen Martin Dornbusch eine sehr konzentrierte Vorstellung und gewann deutlich mit 6:2, 6:1.

Damit war das Finale perfekt: Nils Bohnsack gegen Silvio Peters.

Und Bohnsack nutzte seine Chance. In einem umkämpfteren Endspiel blieb er in den entscheidenden Situationen ruhig, gewann den ersten Satz mit 6:4 und ließ sich anschließend auch im zweiten Durchgang nicht mehr aufhalten. Mit 6:4, 6:3 hieß es später bei der Siegerehrung: ,,Und den Siegerpokal den bekommt Nils Bohnsack"

Ein Titel des Gastgebers bei einem Rekordturnier – viel passender hätte diese Konkurrenz aus Wusterhausener Sicht kaum enden können und für Nils Bohnsack der erste Titel beim Heimturnier.

Herren 40: Andy Dehn gewinnt – Ronny Sobek wird Dritter

Auch bei den Herren 40 entwickelte sich ein starkes und abwechslungsreiches Feld.

Der Wusterhausener Miguel Plonczak setzte sich zunächst gegen Uwe Höffler mit 6:4, 6:1 durch, bekam es anschließend jedoch mit Andy Dehn zu tun. Dehn gewann diese Partie ebenfalls mit 6:4, 6:1 und ließ danach auch im Halbfinale nichts anbrennen.

Sehr stark präsentierte sich zugleich Ronny Sobek vom TC Wusterhausen. Gegen Mario Grimmer gelang ihm zunächst ein deutliches 6:0, 6:0, anschließend setzte er sich auch gegen Jörn Wolter klar mit 6:1, 6:1 durch.

Im Halbfinale kam es dann zu einem echten Krimi gegen Alexander Kuchling, Sobeks ehemaligen Teamkollegen. Sobek verlor den ersten Satz mit 3:6, kämpfte sich mit einem überzeugenden 6:1 zurück und zwang Kuchling in den Match-Tiebreak. Dort hatte Kuchling schließlich knapp mit 10:6 die Nase vorn.

Damit verpasste Sobek das Finale nur denkbar knapp, sicherte sich anschließend aber im Spiel um Platz drei mit einem 6:4, 6:0 gegen Gerrit Dlugaiczyk den dritten Rang.

Im Endspiel traf Kuchling schließlich auf Andy Dehn. Dort ließ Dehn nichts mehr anbrennen und gewann mit 6:2, 6:1. Damit hieß der Sieger der Herren 40 Andy Dehn vom Hermsdorfer Sport-Club.

Damen: Anke Bütterich triumphiert

Auch die Damen trugen zu einem abwechslungsreichen Turnierwochenende bei. Im Viertelfinale setzte sich zunächst Madlen Schiller mit 6:1, 6:2 gegen Grit Bobien durch. Anke Bütterich gewann ihr Auftaktmatch gegen Nadine Gottschalk mit 6:2, 6:1 und traf damit im Halbfinale auf Schiller.

Dort profitierte Bütterich von einer Aufgabe ihrer Gegnerin und erreichte das Finale.

Auf der anderen Seite des Tableaus spielte sich Barbara Tessmer ins Endspiel. Nachdem Ines Weidemann Rosalie Späth mit 6:0, 6:1 bezwungen hatte, setzte sich Tessmer im Halbfinale deutlich mit 6:3, 6:0 gegen Weidemann durch.

Das Finale bestritten damit zwei Spielerinnen von BSC Süd 05 Brandenburg. Dort behielt Anke Bütterich die Oberhand. Mit 6:1, 6:4 gegen Barbara Tessmer sicherte sie sich den Titel bei den Damen.

Den dritten Platz belegte Ines Weidemann nach Aufgabe von Madlen Schiller.

Doppel: Quaschny und Pohl holen gemeinsam den Titel

Auch die acht Doppelpaarungen sorgten noch einmal für zahlreiche sehenswerte Ballwechsel und eine zusätzliche Portion Dynamik auf den Plätzen.

Frank und Tom Bochinger schalteten im Halbfinale das topgesetzte Duo Vincent Foix-Cablé/Andy Dehn in einem engen Match mit 6:3, 2:6, 10:8 aus und zogen ins Endspiel ein.

Auf der anderen Seite überzeugten Maximilian Quaschny und Cornelius Pohl. Nachdem Stephan Keil und Alexander Kuchling Mario Grimmer/Uwe Höffler mit 7:5, 6:1 bezwungen hatten, trafen Quaschny/Pohl im Halbfinale auf Keil/Kuchling und gewannen klar mit 6:0, 6:1.

Im Finale zeigten Quaschny und Pohl dann noch einmal ihre ganze Stärke. Gegen Frank und Tom Bochinger gewannen sie mit 6:1, 6:2 und sicherten sich damit gemeinsam den Doppeltitel des 48. Wusterhausener Tennisturniers.

Damit standen am Ende fünf verdiente Sieger fest: Florian Borchert bei den Herren A, Nils Bohnsack bei den Herren B, Andy Dehn bei den Herren 40, Anke Bütterich bei den Damen sowie Maximilian Quaschny/Cornelius Pohl im Herren-Doppel.

Nicht nur auf den Plätzen ein besonderes Wochenende

Doch das 48. Wusterhausener Tennisturnier lebte nicht allein von Ergebnissen, Siegern und langen Ballwechseln. Mindestens genauso wichtig war das, was sich rund um die Plätze abspielte.

Unzählige Zuschauer fanden im Verlauf des Wochenendes den Weg auf die Tennisanlage und sorgten gerade bei den entscheidenden Begegnungen für eine tolle Kulisse. Zwischen den Matches blieb genügend Zeit für Gespräche, Wiedersehen und natürlich für eine Stärkung im Clubhaus.

Dort hatte Dennis mit seinem Team in der Küche und hinter der Bar alle Hände voll zu tun. Von Soljanka über Nudeln mit Tomatensoße und Wiener mit Salat bis hin zu zahlreichen Getränken war für Spieler und Gäste bestens gesorgt.

Und auch etwas durfte natürlich nicht fehlen: der selbstgebackene Kuchen. Doris Meuer sorgte – wie bereits seit vielen Jahren – unter anderem wieder für leckeren Apfelstreuselkuchen und Pflaumenkuchen. Solche Dinge gehören inzwischen genauso zum Wusterhausener Tennisturnier wie Vorhand, Rückhand und Match-Tiebreak.

Dafür gilt allen Helferinnen und Helfern, die gekocht, gebacken, ausgeschenkt, organisiert, vorbereitet, aufgeräumt oder an anderer Stelle unterstützt haben, ein großes Dankeschön.

Ein Turnier, das neue Maßstäbe gesetzt hat

Als am Sonntagabend gegen 19 Uhr der letzte Matchball gespielt war, lagen zwei außergewöhnlich intensive Turniertage hinter Spielern, Organisatoren und Zuschauern. Von Samstagmorgen um 8:30 Uhr bis 20:30 Uhr und am Sonntag noch einmal von 8:30 Uhr bis 19 Uhr war die Anlage nahezu durchgehend in Bewegung.

Mehr als 45 Einzelspieler, acht Doppelpaarungen, fünf Konkurrenzen, Rekordzahlen bei den Teilnehmern, so viele Spiele wie nie zuvor und eine riesige Zuschauerresonanz: Das 48. Wusterhausener Tennisturnier hat neue Maßstäbe gesetzt.

Besonders erfreulich war dabei die Mischung: Hochklassiges Tennis bei den Herren A, spannende Matches in allen anderen Feldern, zahlreiche bekannte Gesichter aus der Tennisregion, viele Wusterhausener Spieler auf den Plätzen – und mit Nils Bohnsack sogar ein Turniersieger aus den eigenen Reihen.

 

Am Ende bleiben deshalb nicht nur fünf Siegerlisten, sondern vor allem die Erinnerung an ein Wochenende, an dem auf der Wusterhausener Tennisanlage von morgens bis abends gespielt, gekämpft, angefeuert, gegessen, gelacht und Tennis gelebt wurde.

Das 48. Wusterhausener Tennisturnier war das größte seiner bisherigen Geschichte – und eines, an das man sich sicherlich noch lange erinnern wird.

 

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